Benjamin Novalis Hofmann

„…Hofmann läßt malerische Tradition nicht nur an sich heran, er kombiniert sie, die Kombination gerät zur Montage.
Seine Malerei ist derart mehrschichtig, dass man glaubt, Hofmann wolle unbedingt kein homogenes konsequentes Werk produzieren.
Gerade in der Kontinuität dieses Bemühens entsteht eine erstaunliche Konsequenz, die alle Phasen und dialektischen Sprünge seiner Tätigkeit den gemeinsamen Nenner gibt.
Dieser Standpunkt einer malerischen Erforschung verrät eine gewisse Hybris und Besessenheit. Sein Antrieb zur Sublimierung, zur Konzentration auf die Malerei, führt tatsächlich zu höchst eigenständigen Arbeiten.
Innerhalb eines Bildes finden bei Hofmann Annährungen an alle Bilder statt. Vielleicht ursprünglich nur als Kompromiß angelegt, entwickeln sich seine malerischen Schichten zu einem autonomen Werk.
Besonders dominiert dabei die Farbe. Oftmals schreiend intensiv, trägt sie neben den Formvariationen dazu bei, die Spannung im Bild zu halten.
In ihrer Wirkung sind die Bilder ungemein lebendig. Auf der Suche nach einem eigenständigen ästhetischen Gebilde hat sich Hofmann auf die Frage alles oder nichts eingelassen.
Er hat sich für alles entschieden …“

Peter H. Forster – Verlag Revolver