Anna-Maria Bogner
Stefan Lausch
Einladung
open source – vom Fund zur Form II
Anna-Maria Bogner, Might Become
Stefan Lausch, Globus des Fühlens
Stadtmuseum Düsseldorf 09.11.2026 – 03.01.2027
Seit März 2026 arbeiten Künstler*innen des VdDK*1844 in den Depots und mit den Sammlungen des Stadtmuseums Düsseldorf, um ein künstlerisches Vorhaben zu realisieren. In den kommenden Monaten werden in ausgewählten Projekträumen des Museums Ausstellungen erste Ergebnisse gezeigt werden. Dabei kann es sich um abgeschlossene Arbeiten oder auch um Prozess-Skizzen handeln.
Die Arbeit von Stefan Lausch im Stadtmuseum ist eine Fortsetzung seiner Studien in den großen Museen von Paris, die er während zweier Monate im Frühsommer verfolgen konnte. Dort hat er vor allem figurativ-plastische Darstellungen gezeichnet, die ein Repertoire menschlicher Gefühle wiedergeben, das uns allen gleich ist, unabhängig von Kontexten und kulturellen Hintergründen. Dieser im Grunde ahistorische Ansatz gewinnt im Stadtmuseum Düsseldorf, das ganz auf die Historie des Kommens und Gehens konzentriert ist, eine neue Perspektive. Das Stadtmuseum zeigt in erster Linie den historischen Strom bedeutender Persönlichkeiten, der sich ganz überwiegend aus ernst dreinblickenden Männern, Frauen mit verlorenem Blick und Kindern ohne erkennbare Gefühlsregungen speist. Wer aber länger in diese naturalistisch gemalten Gesichter schaut, wie es beim Zeichnen dieser Bilder geschah, kann die Gefühle existentieller Fragen hinter den Masken erkennen, die wir selbst so oder ganz ähnlich erleben.
Anna-Maria Bogner stellt die Frage nach Erinnerungspunkten der eigenen Geschichten oder Indizien für die Richtigkeit von Deutungen der Vergangenheit. […] Wie Objekte die in sich verschränkten Bewusstseinsströme überdauern und als Relikte erneut emergieren erscheint durch Prozesse der Kontingenz geprägt. Dies betrifft sowohl den Vorgang des Überdauerns selbst als auch die Bedeutung die ihnen als Relikt zukommt. Beides scheint dauerhaften Veränderungsprozessen zu unterliegen, die einerseits immer in Kontexte sozialen Handelns eingebunden sind, sich andererseits jedoch dauerhafter Steuerung entziehen. In einer in mehreren autonomen Happenings untergliederten in situ Intervention unternimmt Anna-Maria Bogner dennoch den Versuch den Prozess der Emergenz eines Relikts anzustoßen. Als Ort der Erinnerung und Deutung konzipiert, soll Raum 111 des Düsseldorfer Stadtmuseum, von der Künstlerin durch einen auf seinen Boden gezeichneten weißen Kreis markiert, an einer unbekannten Anzahl von Tagen von der Stätte der Reflexion selbst zum Entstehungsort sozialen Handelns gewandelt und damit selbst zum Kristallisationspunkt der Reliktwerdung übergehen.
Die Reihe open source, artists in residence wird unterstützt durch die Sparkassen Kulturstiftung Rheinland
Eröffnung
Sonntag, 08.11.2026
14 Uhr
Zeitraum
09.11.2026 – 03.01.2027
Künstlerinnen-Gespräch
So. 29.11.2026, 14 Uhr
Öffnungszeiten
Mi. – So. 12 – 18 Uhr
Do. 12 – 21 Uhr
Ort
Stadtmuseum Düsseldorf
Berger Allee 2
40213 Düsseldorf
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Einladungskarte
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Pressemitteilung




