Sabine Metzger

Sabine Metzger malt ungegenständlich – nach vielen Jahren einer realistischen Malerei konzentriert sie sich nun auf elementares Erleben und Handeln in Malerei. Abstrakt kann man diese eigentlich nicht nennen, abstrakt im wörtlichen Sinne des lateinischen abstrahere = abziehen. Abziehen wovon? Hier wird nichts abgezogen oder reduziert, hier entsteht etwas, hier beginnt etwas. Die genau in diesem Sinne nicht-gegenständliche Malerei agiert immer vor einer Art Hintergrund. Da gäbe es also dann doch ein realistisches Element. Es gibt eine einfarbige, plane, fast angestrichene oder leere Fläche, vor oder auf der Malerei agiert, in offenen Zügen und Gesten, Flecken und Strichen. Diese Malerei bewegt sich auf einer Anti- Malerei oder gegen sie. (Markus Kottmann, 2021)

Bild: o.T., 210 x 285 cm, Öl/Lwd., 2022